Hier steht der Blog der 4-Stunden-Liga-Düsseldorf

  • 4 Stunden/Tag
  • 4 Tage/Woche
  • 14. Gehalt
  • 40 Tage Urlaub/Jahr
  • 4000 € NETTO für alle (!), unabhängig, von Branche/Industrie, Beruf und Qualifikation

Inspiriert durch die 4-Stunden-Liga in Kassel hat wir uns am 1. Mai 2020 in der Öffentlichkeit zu treten.

Tarifpolitische Forderung

Als Tarifpolitische Tarifforderung der Gewerkschaften zielte der 4-Stunden-Tag zusammen mit der 4-Tage-Woche auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen – auf mehr Zufriedenheit, mehr Gesundheit und mehr Beschäftigung bei weniger Arbeit für die Einzelnen. Die Arbeitszeitverkürzung, nicht nur bei vollem Lohnausgleich sondern mit einem zum Teil drastischen Lohn auf 4.000€ netto(!) erlaubt mehr Gleichberechtigung für unterschiedliche Lebenslagen. Mehr nur in Teilzeit arbeiten können entgehen, durch die ‘kurze Vollzeit’ und dem erhöhtem Lohn dem hohen Armutsrisiko, mit dem sich vor Frauen konfrontiert sehen. Der hohe Beschäftigungsstand durch den vollen Personalausgleich führt zu einer massiven Stärkung der Beschäftigten und ermöglicht mehr Mitbestimmung und mehr Kontrolle von unten.

Gesellschaftspolitisches Projekt

Als gesellschaftspolitisches Projekt ist der 4-Stunden-Tag bei einer 4-Tage-Woche eine zukunftsorientierte, solidarische und bedürfnisorientierte Forderung, die sich der bedrängten Lebenslage einer Vielzahl von Menschen annimmt. Gegen die Konkurrenz- und Leistungsdruck, gegen Armut und Schikanierung, ob im Betrieb, in der Ausbildung, in der Ausländerbehörde oder beim Jobcenter, fordern wir eine radikale Arbeitszeitverkürzung, die auf eine Umverteilung von Arbeit, Zeit und Reichtum zielt und alle die Möglichkeit eines erfüllten Lebens gibt – mit Zeit für Freunde, Familie, Kultur und demokratische Teilhabe. Ohne Aussicht auf eine bessere Zukunft erstarken die Geister der Vergangenheit, ob in rechten Parteien oder reaktionären Bewegungen.

Metapher für das gute Leben

Als Metapher gibt die 4-Stunden/4-Tage-Forderung Anstoß, darüber, wie wir leben möchten und war uns nicht abhalten. Sie löst sich von der Fixierung auf Lohnarbeit, die uns in dem Dienst des Privateigentums stellt, zu ständiger Einsatzbereitschaft nötigt und zu verpflichtet gehorsam. Indem wir uns der Fremdverfügung über unsere Zeit entziehen, öffnet sich Raum für Kreativität und die Entwicklung von Talenten, für die gemeinsame und Lebensdemokratische Gestaltung oder einfach dafür, die Zeit sinnlos verstreichen zu lassen. Damit weist die 4-Stunden/4-Tage-Forderung den Weg in einer Gesellschaft, in der Arbeit nicht mehr als die einzige Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe erscheint, als Zwangszusammenhang erkannt und ist verbannt eins erfüllt es leben.

Alle die Mitmachen wollen, melden sich bitte bei: 4sld@web.de